Wie sieht es bei euch mit Vorratshaltung aus? Es soll ja Menschen geben, die jeden Tag einkaufen gehen und so überhaupt nichts auf Vorrat zuhause haben. Was macht man dann im Falle von Krankheit oder wenn Straßen wegen Hochwasser oder anderen Katastrophen nicht passierbar sind?

Natürlich muss nicht jeder über mehrere Wochen die ganze Nachbarschaft versorgen können, so wie das wahrscheinlich bei uns der Fall wäre 😉 Aber so 4-7 Tage sollte man zur Not (meiner Meinung nach) schon mit eigenen Vorräten überbrücken können.

Auch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe BBK empfiehlt eine entsprechende Lagerhaltung, wobei ich diese Liste nicht strikt einhalte. Vielmehr achte ich darauf, dass wir die Dinge im Vorrat haben, die wir auch regelmäßig verzehren, damit nichts davon kaputtgeht.
Gerade hier auf dem Land dürfte es im Fall einer großflächigen Katastrophe auch etwas dauern bis Hilfe ankommt, da kann es nicht schaden unabhängig zu sein 😉

Trockene, lagerfähige Lebensmittel, wie Nudeln, Reis, Mehl usw. gehen bei uns z.B. nie aus, ebensowenig wie diverse Konserven (Mais, Bohnen, passierte Tomaten…) und selbst eingekochtes Gemüse und Obst.
Natürlich haben wir auch eine volle Kühltruhe, die zähle ich aber nur bedingt zum Vorrat, da diese bei Stromausfall nicht funktioniert. Die dient uns eher dazu, Reste portionsweise einzufrieren oder zuviel gekauftes Grillfleisch haltbar zu machen. Im Fall der Fälle müsste man dann natürlich zuerst die Lebensmittel aus der Kühltruhe aufbrauchen.

Die Vorratshaltung hat mehrere Vorteile:

  • Erstens koche ich gerne kurzfristig nach Gusto, ohne lange vorzuplanen,
  • zweitens kann ich so beim Einkaufen gleich diverse Angebote nutzen,
  • drittens sind wir einfach unabhängig und müssen auch im Krankheitsfall niemanden bitten, für uns einkaufen zu gehen,
  • viertens im Fall einer Katastrophe entlasten wir die Katastrophenhelfer schon dadurch, dass wir nicht mit Lebensmitteln und Getränken versorgt werden müssen.

Versteht mich nicht falsch, ich bin weit davon entfernt, panische Angst vor Katastrophen zu haben aber da ich bereits ein sogenanntes „Jahrhundert“-Hochwasser und den dazugehörigen, mehrtägigen Stromausfall miterlebt habe, weiß ich etwas Vorsorge zu schätzen.
(Die Helfer damals waren froh, sich auf den Hochwasserschutz konzentrieren zu können und nicht auch noch die Anwohner mit Essen versorgen zu müssen. Im Gegenteil, für eine Stärkung in Form von heisser Suppe, Eintopf und Kaffee oder Tee vom Holzofen waren sie sehr dankbar.)
Zumal diese „Jahrhundertkatastrophen“ dank Klimaveränderung mittlerweile alle paar Jahre passieren und sich in Zukunft weiter häufen werden.

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Passend zum Thema, empfehle ich das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg, darin geht es um einen länderübergreifenenden Stromausfall (durch Hacker verursacht) und die Auswirkungen auf unseren Alltag.
Vieles, was wir als selbstverständlich sehen, funktioniert ohne Strom nicht. Nicht nur das Licht wäre aus, Geschäfte hätten geschlossen, Tankstellen könnten kein Benzin pumpen, selbst die Wasserversorgung würde ohne Pumpen nicht funktionieren….
Die Geschichte ist gut recherchiert und während der Lektüre denkt man unwillkürlich darüber nach, wie gut man auf einen solchen oder ähnlichen Fall vorbereitet wäre 😉
Das Buch habe ich schon vor einiger Zeit gelesen und höre es derzeit nochmal als Hörbuch, das ist auch der Grund, warum ich gerade dieses Thema anspreche.

Wie gut sind wir vorbereitet?

  • genug Lebensmittel? (auch für die Katzen 😉 ) JA
  • genug Getränke vorallem Wasser? JA
  • eine alternative Möglichkeit zum Kochen und Heizen? JA
  • ein benzinunabhängiges Transportmittel? JA
  • batteriebetriebenes Radio? JA
  • Batterien und Taschenlampen? JA
  • Verbandskasten und Hausapotheke JA
  • Ein Stromaggregat? NEIN (jedoch ein mobiles Solar-Ladegerät fürs Handy, auch geeignet für Mignon Akkus –siehe Radio und Taschenlampen 😉 )

Was ich noch gerne hätte, wäre ein Stromaggregat
oder noch besser eine Photovoltaik-Inselanlage, die den produzierten Strom nicht ins allgemeine Stromnetz speist, sondern direkt verfügbar macht, bzw. in Batterien speichert. Das wäre die leisere Variante (im Vergleich mit einem Dieseaggregat) der netzunabhängigen Versorgung, die wir dann dauerhaft, auch ohne Katastrophenfall, im Garten nutzen könnten, für Licht, Poolpumpe und Radio …. ist aber finanziell derzeit nicht drin … es darf gerne gespendet werden 😉 😀

Seid ihr vorbereitet oder verlasst ihr euch eher darauf, dass „Vater Staat“ es schon richten wird?

Übrigens die meisten Katastrophenhelfer arbeiten ehrenamtlich, ohne sie würden „Vater Staat“ und somit auch wir alle, im Fall der Fälle ziemlich dumm aus der Wäsche gucken.
An dieser Stelle gilt deshalb mein Dank allen, die immer dann zur Stelle sind wenn sie irgendwo gebraucht werden, in der Hoffnung dass wir sie nie (mehr) wirklich brauchen 😉

Einen schönen Tag euch allen und nachdenkliche Grüße

 

Bildquelle: Pixabay

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