Schon lange hatte ich mir vorgenommen, Sushi mal selber zu machen.

Leider habe ich es immer wieder versäumt (vergessen), die Grundzutaten (Sushireis, Algenblätter, Reisessig…) zu bestellen, hier auf dem Land gibt es keinen Asialaden.

Eine Matte zum Formen der Sushi habe ich auch nicht.

Nun spukt mir aber seit einiger Zeit eine Idee durch den Kopf, die ich nun unbedingt mal testen wollte. Nämlich eine Art Sushi, die ohne Spezialzutaten auskommt. Heute habe ich einen ersten, recht erfolgreichen Test gestartet.

Da ich völlig unvorbereitet war, hatte ich keinen Fisch, nicht einmal Räucherlachs im Haus, so musste Gemüse als Füllung herhalten.

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Man nehme:

  • Rundkornreis (den nehme ich normal für Risotto)
  • Gemüse für die Füllung (ich hatte Paprika, Karotten und Staudensellerie)
  • etwas Condimento Bianco
  • etwas Salz
  • Sesam, um die Sushi darin zu wälzen
  • eine kleine, längliche Plastikdose mit Deckel, um die Sushi zu formen

So wird’s gemacht:

  1. Den Reis in Salzwasser kochen, ich nehme dafür den First Austria Multikocher. Für meinen Test hatte ich 2 Cups Risottoreis mit 3 Cups leicht gesalzenem Wasser mit dem Reisprogramm (1-3 Cups) gekocht.
  2. Wenn der Multikocher fertig ist, den Dampf ablassen und den noch warmen Reis mit etwas Condimento Bianco (1-2 TL auf die Menge Reis, die ich hatte) vermischen.
  3. Während der Reis etwas abkühlt, das Gemüse in Streifen schneiden.
  4. Die Plastikdose und den Deckel mit etwas Öl einpinseln, damit der Reis später nicht kleben bleibt und sich die Sushirolle leicht aus der Form lösen lässt.
  5. Nun den noch lauwarmen, klebrigen Reis in die Form geben. Etwa bis zur Hälfte füllen und in der Mitte eine kleine Rinne drücken
  6. Die Füllung in die Rinne legen und die Form komplett mit Reis auffüllen und andrücken. Den Deckel fest daraufdrücken, um die „Rolle“ fest zu formen.
  7. Den Deckel abnehmen und die Plastikdose vorsichtig, auf einen geölten Teller geben stürzen, normalerweise sollte sich die Reisrolle nun leicht aus der Form lösen.
  8. Nach Wunsch die Reisrolle in etwas Sesam wälzen, evtl. Sesam vorher anrösten
  9. Mit einem scharfen, geölten Messer, die Rolle in etwa 2 cm breite Scheiben schneiden.
  10. Mit etwas Sojasoße oder Süß -Sauer-Soße servieren

Meine kleinste Gefrierdose war noch etwas zu groß, da werde ich mal bei Gelegenheit nach einer längeren aber niedrigeren, schmaleren Dose Ausschau halten. Oder ich baue mir einen passenden „Stempel“ um den Reis in die Form zu drücken wenn sie nicht ganz gefüllt ist, da fällt mir schon was ein 😉 … Eiswürfelbehälter vielleicht, für eine Art Sushi-Praline… grübel

Die ersten Test-Sushi kamen hier gut an, daher werde ich sicher noch diverse Varianten testen.

Außerdem habe ich überlegt, ob ich die Reisrollen nicht einfach mal mit Wirsing oder Spitzkohl (vorher blanchieren) oder Spinat oder dünn geschnittenen Zucchini ummanteln soll.

Je nach Füllung könnte ich mit auch vorstellen, die Sushi in Schwarzkümmel, grob gemahlenen, bunten Pfeffer oder Kräutern zu wälzen.

Was meint ihr dazu? Welche Varianten würden euch einfallen?

Sooo viele Möglichkeiten und so wenig Zeit …. naja kommt Zeit, kommt Sushi … oder so 😉

Einen schönen Abend euch allen und lasst es euch schmecken 🙂

Update 01.05.17: Weil es so lecker war und weil mir bei der Amazone dieser Sushimaker über den Weg gelaufen ist und am Samstag bereits geliefert wurde, gab es am Samstag den 2. Test. Der Sushimaker hat übrigens am Freitag noch unter 10 Euro gekostet, jetzt hat sich der Preis mehr als verdoppelt, schon irre diese Preispolitik.

Diesmal habe ich mit Räucherlachs, Surimi, Gurke und Paprika gefüllt. Das Umwickeln mit Salat funktioniert übrigens nicht so gut, zumindest nicht mit gekräuseltem Salat 😉

Hier die Bilder dazu:

Eine schönen Abend wünsche ich euch 😉

 

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