Wer schon öfter hier im Blog gestöbert hat, wird sicher schon festgestellt haben, dass ich sehr gerne Rezepte mag, die man einfach abwandeln und für viele verschiedene Gerichte nutzen kann. Das hier gehört eindeutig ebenfalls zur Kategorie: einfach und universell.

Kennt ihr das? Manchmal muss es einfach schnell gehen, da hat man einfach nicht die Zeit oder die Lust lange in der Küche zu stehen.

Also liegt es doch nahe, einfach mal zu einer fertigen Pastasoße zu greifen, Nudeln sind schnell gekocht, nur noch schnell die Soße aufwärmen und fertig.

Frei nach Rüdiger Hoffmann: So eine Soße kann man kaufen…. muss man aber nicht 😉

Ab und zu, vorallem dann wenn ich zuviel Gemüse habe (entweder weil der Garten soviel abwirft oder weil ich beim Gemüsehändler mal wieder nach Bauchgefühl statt nach Einkaufsliste eingekauft habe) koche ich Pastasoße in Gläser ein.

So habe ich immer einen kleinen Vorrat an fertiger und trotzdem selbst gekochter Gemüsesoße. Diese erwärme ich kurz in der Mikrowelle und gebe sie über gekochte Nudeln oder auch Reis und Kartoffeln. Man kann diese Soße aber auch für Lasagne oder Nudeläufläufe nutzen oder Albondigas (spanische Hackbällchen) darin überbacken.

Also wieder so ein Universalrezept 😉

Man nehme:

  • Gemüse nach Geschmack, diesmal: 4 Karotten, 3 Pastinaken, 2 Zucchini, 1 1/2 Knollen Fenchel, ein Bund Lauchzwiebeln, 3 Tomaten
  • 2 Dosen geschälte Tomaten
  • 1 Packung passierte Tomaten
  • 500g frische Champignons
  • 3-4 Knoblauchzehen
  • 1 EL Tomatenmark
  • etwas Zucker
  • Gewürze nach Geschmack, diesmal: Salz, Pfeffer, Thymian, Oregano, indisches Currypulver, Pimenton de la Vera, Ingwerpulver
  • etwas Öl zum Anbraten
  • Schraubgläser, möglichst gleiche Größe

So wirds gemacht:

  1. Das Gemüse und die Champignons putzen in gleich große Würfel schneiden (ich nehme dazu meinen Nicer Dicer Fusion)
  2. Den elektrischen Schnellkochtopf auf die Bratstufe stellen, etwas Öl hineingeben und heiß werden lassen
  3. Die Gemüse/Champignonwürfel dazugeben und scharf anbraten
  4. Das Tomatenmark dazugeben und mit anschwitzen
  5. Die geschälten Tomaten dazu geben und mit dem Kochlöffel zerteilen
  6. die passierten Tomaten ebenfalls dazu geben und alles gut verrühren
  7. Die Knoblauchzehen schälen und mit der Knoblauchpresse oder dem Messer fein zerkleinern und in die Soße geben.
  8. Den Deckel schließen und 5 Minuten Druckhaltezeit einstellen.
  9. Nach Ablauf der eingestellten Kochzeit ausschalten und warten bis der Druck von selbst abgebaut wird
  10. Währenddessen die Schraubgläser und Deckel in heißes Wasser einlegen und auf einem sauberen Geschirrtuch abtropfen lassen.
  11. Dann den Deckel öffnen und die Soße mit den Gewürzen abschmecken
  12. Die Soße mit einem Trichter in die Gläser füllen, etwa bis 2 cm  unter den Rand
  13. Die Deckel fest zuschrauben und die Gläser auf die Fettpfanne des Backofens stellen und auf die unterste Schiene in den kalten Backofen schieben, die Fettpfanne etwa 2 cm hoch mit Wasser befüllen.
  14. Nun den Backofen auf 175 Grad Ober/Unterhitze einstellen und warten bis in den Gläsern kleine Bläschen aufsteigen, dann auf 150 Grad herunterdrehen und die Gläser eine Stunde im Ofen lassen.
  15. Nach einer Stunde den Ofen ausschalten und die Gläser im Ofen abkühlen lassen, beim Abkühlen entsteht dann ein Vakuum (der Deckel ploppt dann beim späteren Öffnen)

So eingekocht halten die Gläser sehr lange. Vermutlich kann man die Gläser auch im First Austria Multikocher einkochen, das habe ich aber bisher mangels Anleitung nicht versucht. Falls ihr schon mal im Schnellkochtopf oder Multikocher eingekocht habt, bin ich für Tipps dankbar 😉 Gerade für wenige Gläser wäre der Topf praktischer. Diesmal hatte ich ein ganzes Blech voll, da lohnt das auch mit dem Ofen.

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